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Schlagwort: Theater

Mit der ganzen Schule ins Theater!

Unter dem Mot­to "Mit der gan­zen Schu­le ins Thea­ter!" steht das Koope­ra­ti­ons­pro­jekt zwi­schen der Städ­ti­schen Real­schu­le am Sport­park Dor­ma­gen und dem Schau­spiel­haus Düs­sel­dorf, das seit Anfang Okto­ber 2010 läuft. Das Pro­jekt ermög­licht es jedem Schü­ler der städ­ti­schen Real­schu­le Dor­ma­gen, ein­mal im Jahr eine aus­ge­wähl­te Insze­nie­rung des Düs­sel­dor­fer Schauspielhauses/Jungen Schau­spiel­hau­ses zu einem Preis zwi­schen 4,- Euro bezie­hungs­wei­se 5,- Euro inkl. Fahr­preis zu besu­chen.

Theaterbesuch mit der ganzen Schule

Nun ist die­se Koope­ra­ti­on mit unse­rer Schu­le gestar­tet und das ers­te Pro­jekt ist bereits erfolg­reich umge­setzt wor­den. Die Klas­se 5b der Sekun­dar­schu­le war Pre­mie­ren­klas­se des Thea­ter­stücks „Patrick­sTrick“ von Kris­to Šagor.

Patricks Trick

Patrick ist elf Jah­re alt und Ein­zel­kind. Er hät­te so ger­ne einen gro­ßen Bru­der wie sein Freund Valen­tin. Aber wie soll das gehen, weil Patrick ja schon auf der Welt ist? Jetzt wür­de nur die Adop­ti­on von einem gro­ßen Bru­der hel­fen oder viel­leicht wür­de es ein klei­ner Bru­der ja auch tun. Da trifft es sich gut, dass sei­ne Eltern immer ver­ges­sen, die Küchen­tür zuzu­ma­chen, wenn sie flüs­tern. Und da muss man natür­lich hin­hö­ren, wenn jemand flüs­tert. Und so erfährt Patrick, dass er einen Bru­der bekommt. Aber halt! Was erzäh­len die Eltern da! Behin­dert! Tri­so­mie! Er wird viel­leicht nie spre­chen ler­nen. Sol­len sie das Kind bekom­men oder nicht? Die Eltern sind rat­los und ver­zwei­felt. Patrick jedoch ist sicher, dass es Mög­lich­kei­ten geben muss, sei­nem Bru­der zu hel­fen. Er wird ihm das Spre­chen bei­brin­gen! Aber dafür braucht es gute Rat­schlä­ge. Patrick geht auf Erkun­dungs­tour bei sei­nem Freund Valen­tin, bei einem kroa­ti­schen Boxer, bei einem Pro­fes­sor, und erfährt, wie selbst­ver­ständ­lich man ler­nen kann, wenn man nur drän­gen­de Fra­gen hat. Jetzt kann Patrick es kaum noch erwar­ten, dass sein Bru­der end­lich auf die Welt kommt.

Das Stück ist raf­fi­niert auf­ge­baut, Patrick und sein Bru­der spie­len alle Rol­len im Wech­sel, und das sind: Patricks Freund Valen­tin, sein Vater, sei­ne Mut­ter, sei­ne Fan­ta­sie-Schwes­ter, der Leh­rer Han­sen, Patricks gro­ßer Freund Dani­jel, der kroa­ti­sche Boxer, die Leh­re­rin Frau Schlep­per, die Gemü­se­frau, der „Pro­fes­sor“.

Am 12.09.2014 fuh­ren die Schü­le­rIn­nen mit ihren Klas­sen­leh­re­rin­nen Frau Arentz und Frau Wun­der­lich ins Jun­ge Schau­spiel­haus nach Düs­sel­dorf, um dort haut­nah zu erle­ben, wie eine Insze­nie­rung ent­steht. Im Stu­dio des Thea­ters sahen sie sich eine Pro­be des Stü­ckes an und im Anschluss dar­an unter­hiel­ten sie sich mit den bei­den Schau­spie­lern, der Regis­seu­rin und dem Thea­ter­päd­ago­gen über ihre Gedan­ken zu dem, was sie gese­hen hat­ten und konn­ten auch mit­tei­len, was ihnen gut oder eben auch nicht so gut gefal­len hat­te.

Am Sams­tag, den 27.09.2014 war es dann soweit: Der Besuch der Pre­mie­re von „Patricks Trick“ um 16.00 Uhr stand an! Hier­zu hat­te das Jun­gen Schau­spiel­haus die Klas­se sowie die beglei­ten­den Müt­ter und Frau Arentz ein­ge­la­den, was bedeu­te­te, dass Bahn­fahrt und Ein­tritt für alle Betei­lig­ten kos­ten­frei waren. Treff­punkt war der Dor­ma­ge­ner Bahn­hof und dann gings los nach Düs­sel­dorf.

Die Schü­le­rIn­nen waren ganz schön auf­ge­regt, denn außer ihnen gab es nur noch Erwach­se­ne, die zur Pre­mie­re ein­ge­la­den waren. Kurz vor 16.00 Uhr durf­ten sie dann ihre Plät­ze im Stu­dio ein­neh­men und folg­ten kon­zen­triert dem Spiel der bei­den Haupt­dar­stel­ler, die sie ja bereits aus der Pro­be kann­ten. Nach 60 Minu­ten, in denen sen­si­bel das erns­te The­ma des Thea­ter­stücks umge­setzt wur­de, aber auch vie­le Lacher unse­ren Schü­le­rIn­nen den Zugang erleich­ter­ten, gab es tosen­den und lang­an­hal­ten­den Applaus des Publi­kums.

Und eines ist klar: Nach die­sem gelun­ge­nen Auf­takt wird es mit Sicher­heit noch vie­le Besu­che unse­rer Klas­sen im Jun­gen Schau­spiel­haus Düs­sel­dorf geben!